marktreise
1981 im Lehrbetrieb. Halb fünf morgens. Kartoffeln, Karotten, eine falsche Waage. Kein Küchenchef, keine Erklärung.
Das war die erste Lektion: Kochen beginnt nicht am Herd. Es beginnt davor, mit dem, was jemand angebaut, gefischt, gezüchtet, geerntet hat. Technik, Hitze, Timing: das ist Reaktion. Nicht umgekehrt.
Marktreise liest Märkte so, wie Köche Produkte lesen: genau, ohne Vorurteil, mit dem Wissen, dass das Offensichtliche selten das Interessanteste ist. Was eine Stadt wirklich isst. Was fehlt. Wer handelt, und unter welchen Bedingungen. Tokio, Panama City, São Paulo, Kapstadt: jeder dieser Orte hat etwas gezeigt, das am Herd nicht zu lernen war.
03/26
Märkte, Hallen und Kulturen
Wer eine Stadt verstehen will, sollte nicht mit ihren Sehenswürdigkeiten beginnen. Sondern dort, wo Kisten geschleppt, Fische ausgenommen, Kräuter gebündelt und Preise verhandelt werden. Dort, wo die Luft nach Salz, Erde, Blut, Reife und Gärung riecht.
04/26
Der Fluss dazwischen
Drei Märkte in Santiago de Chile und die Frage, wem eine Stadt gehört
04/26
Zwischen Versorgung und Inszenierung
Südafrikas Märkte und die Frage, wer sich gutes Essen leisten kann
ab 03/26
Archiv vergangener Marktbesuche
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